Mittwoch, 17. Oktober 2018

Touri-Wochenende

Meinen Urlaub habe ich am Wochenende ordentlich eingeläutet-
mit einem Touri-Wochenende am Strand.
Bei den warmen Temperaturen hatte ich weder Lust auf Haus- noch auf Gartenarbeit.
So bin ich zwei Tage hintereinander ins Watt gelaufen und habe mich dort entspannt.

Sonntag lag ich sogar nach 14 Jahren das erste Mal wieder mit einem Tuch und einem Buch am Strand....Wie ein Touri halt.

Leider hat so ein Ausflug auch Schattenseiten....Meinen doch die Hundebesitzer
außerhalb der Hauptsaison gehöre ihnen wieder der gesamte Strand-und Wattbereich.
Mehrmals liefen die Tiere fast über meine Decke und auch mitten im Watt liefen unangeleinte Jagdhunde hinter den Wattvögeln hinterher.

Da fragt man sich doch, wofür die Nationalarkverwaltung mehrere Ranger-Stellen geschaffen hat,
wenn die Ranger dann an einem solchen Tag nicht anzutreffen sind...

Und wofür ist der Hundestrand-Abschnitt, wenn man dann auch in den anderen Bereichen nicht seine Ruhe vor ihnen hat? Mit einer Besitzerin kam ein Gespräch zustande- sie wüsste nicht wo der Hundestrand-Abschnitt sei. Es sei ja nichts ausgeschildert. Aber es sei ja so wenig los, da wäre es ja sicherlich egal...Auf den Verweis auf Familien mit kleinen Kindern kam prompt "Meiner ist so lieb...das passiert nix"
Schade nur, dass das Bedürfnis seine Ruhe von wildem Gebell und Gehechel haben zu wollen anscheinend nicht zählt!

Es gab mal eine Zeit, in der ich überlegt habe vielleicht auch einen kleinen Vierbeiner anzuschaffen. Doch sind es gerade solche ignoranten Hundebesitzer, die mich davon abhalten. Sicherlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren. Und sicherlich könnten viele Gemeinden mehr für die Hundebesitzer tun, beispielsweise mehr Tüten verteilen, Mülltonnen an frequentierten Stellen aufstellen etc.
Doch nur weil da eben keine Tonne steht, hat man doch nicht das Recht, seinen Haufen mitten auf dem Gehweg liegen zu lassen oder die Tüten in Vorgärten zu werfen. Und das Hundesteuergeld fließt sicherlich sowieso in andere Töpfe zum Löcher stopfen.

Doch zurück zum Wochenende....Ich war mal wieder wirklich erstaunt, was so ein paar Stunden im Watt mit mir gemacht haben. Die Gedanken im Kopf waren weg, einfach weg. Der Blick schweift im Watt meist in die Ferne oder man fokusiert den Wattboden mit all seinen Spuren, Farben und Formen. Wie sollte man dabei an anderes Denken? Ich war froh, meine Kamera dabei gehabt zu haben und es sind zahlreiche neue Bilder entstanden. Zwei davon könnt ihr hier sehen.



Wie winzige Kiesel fühlen sich die vielen kleinen Wattschnecken beim Laufen unter den Füßen an. Ein Glück passiert ihnen nichts, wenn man auf sie tritt.

Zum Abschluss gab es dann noch eine leckere frische Pizza beim Italiener und ein hausgemachtes Eis...

Bis zum nächsten Mal...

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